Hoffnungsvoll – Immer wieder

Drei ist eine gute Zahle. Eine kleine Gruppe an Dingen, die zusammengehören. Nehmen wir Glaube, Liebe und Hoffnung: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ Dieses Zitat kennen wir vielleicht von einer Hochzeit oder direkt aus der Bibel. Dort finden wir es im Alten Testament, 1. Korintherbrief (13.3).

Ja, ganz sicher, Liebe ist groß, wichtig, wir brauchen sie. Aber ganz ehrlich, ohne die Hoffnung geht es nicht. Es ist schwer zu glauben oder zu lieben, wenn wir nicht hoffen. Aber wie genau machen wir das, zu hoffen?

Hoffnungslos

Wir können in zweifacher Weise Hoffnung fühlen, wir sind hoffnungsvoll oder hoffnungslos. Dunkel schließt sich die Welt um uns. Wir möchten am liebsten die Augen für immer verschließen. Nichts mehr hören oder sehen. Das alles war genug. Für ein Tag oder auch für länger.

Hoffnung, George Friedrich Watts

Wir haben wirklich gehofft, dass es klappt. Aber es hat nicht funktioniert. Auf unserem Instrument kommt keine Melodie mehr zustande. Alles ist still und wir sind enttäuscht.

Ganz weit haben wir nach ihnen gegriffen, nach den Sternen. Aber unser Arm war vielleicht nicht lang genug. Oder wir haben zu lange gewartet und dann war es zu spät. Die Sterne sind fort.

Hoffnung ist ja nicht etwas, das wir nur kurz fühlen. Die Hoffnung begleitet uns durch den Alltag, schickt uns kleine Glücksblitze ins Herz, hellt unseren Tag auf. Sie gibt uns einen Lichtblick, den wir am Ende des Tages brauchen.

Wenn wir sie dann verlieren, geht auch ein Stück Antrieb verloren. Dinge, die wir erledigen müssen, waren leichter mit der Hoffnung im Herzen. Jetzt erscheinen sie uns vielleicht sinnlos. Noch sinnloser ohne den Ausblick, den die Hoffnung uns gab.

Eine neue Hoffnung

Schön und gut, wir blickten zu den Sternen, griffen nach ihnen, und dann war sie weg, die Hoffnung. Etwas hat sich nicht erfüllt, ein Wunsch, eine Liebe. Und dann? Wir sind hoffnungslos, haben die Hoffnung verloren. Möchten vielleicht auch nicht nach ihr Suchen.

Frage an die Sterne, Karl Diefenbach

Und genau das ist schade. Denn es gibt nie nur eine Hoffnung. Ja, es ist traurig, wenn eine Hoffnung endet. Aber noch trauriger ist es, wenn wir die nächste Hoffnung, die auf uns wartet, nicht sehen.

Nehmen wir die Augenbinde ab, sehen wir erneut die Sterne. Es wird klappen, dieses Mal, ein nächstes Mal. Aber sie brauchen unsere Hoffnung, der Glaube und die Liebe. Ohne sie geht es nicht. Ohne wen? Na klar, ohne Hoffnung, Glaube und Liebe.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Gefühle. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.